Green Mindset – für eine Zukunft auf die wir uns wieder freuen können!
Die Hütte brennt, und zwar lichterloh. Derzeit sitzen Regierungsvertreter:innen, Vertreter:innen von NGOs, Wissenschaftler:innen und Journalist:innen bei der 27. Weltklimakonferenz zusammen.
Dort werden hoffentlich verbindliche Ziele mit entsprechenden Nichteinhaltungskonsequenzen vereinbart und diese werden dann hoffentlich anschließend auch umgesetzt. Doch selbst wenn wir von dem Best Case ausgehen, ist jeder/m sicherlich auch klar, dass egal was verhandelt und beschlossen wird, es nicht genug sein wird. Die Hütte kann nur gerettet werden, wenn wir alle radikal umdenken.
Trotz dieser dramatischen Situation sind wir radikal hoffnungsvoll, und zwar aus folgenden Gründen…
Vertrauen in das Gute
Im Grunde Gut heißt der Bestseller von Rutger Bregmann und dieses Buch beinhaltet eine entscheidende Erkenntnis über uns Menschen, die für das Bestreben nach einem Green Mindset sehr bedeutsam ist. Anhand von zahlreichen historischen Daten belegt Bregmann, dass Theorien wir die Tragik der Allmende genauso wenig typisch für unsere Spezies sind, wie das rationale Verhalten und die Profitgier des betriebswirtschaftlich immer wieder betrachteten Homo Oeconomicus.
Wir Menschen sind also möglicherweise doch gar nicht die egoistischen, skrupellosen, „nach mir die Sinnflut“ denkenden Monster, für die wir oft gehalten werden…
Eigentlich wollen wir Menschen doch alle nur geliebt werden
Über die Jahre haben Politik und Wirtschaft nur leider den Irrglauben kultiviert, dass Reichtum, Macht und Konsum uns liebenswerter machen. Dieser Irrglaube wird glücklicherweise immer mehr aufgebrochen und sharing-basierte Geschäftskonzepte und Social Entrepreneurship sind absolut en vogue. Green Washing gilt mittlerweile als PR Super Gau und freiwillige Zertifizierungen, Initiativen und Verpflichtungen sind bei vielen Unternehmen ein fester Bestandteil der Erfolgsstrategie.
Auf individueller Ebene geht es noch darüber hinaus. Menschen werden nicht nur gesellschaftlich dafür belohnt, dass sie Gutes tun, sondern sie werden sogar dazu eingeladen Schwäche zu zeigen. Mentale Gesundheit wird nicht mehr nur unter den Teppich gekehrt und plötzlich sind Gefühle zeigen die neue Chanel Handtasche und soziales Engagement die neue Clubmitgliedschaft.
Noch findet dieses Umdenken in einer Bubble statt, doch es liegt an uns diesen Trend fortzuführen, indem wir entsprechende Kriterien berücksichtigen, bei der Wahl der Arbeitgeber:innen, bei der Wahl der Geschäftspartner:innen, bei der Wahl der Produkte, die wir kaufen, bei der Wahl von Freizeitangeboten und Lebensräumen und natürlich auch bei der politischen Wahl.
Verzicht als Chance
Alteingesessene Politiker:nnen und Konzernsprecher:innen trauen sich oft immer noch nicht das Unwort mit V in den Mund zu nehmen, während in den sozialen Medien Verzicht oft gefeiert wird. Digital Detox, Veganuary, autofreie Wochen, Upcycling und chilllaxing sind alles Hashtags, die den Nerv der Zeit treffen. Nur der Kapitalismus hat bei der ganzen Verzichtfeierei noch nicht so richtig seinen Platz gefunden und mit Sicherheit wird es auch noch so seine Zeit brauchen, bis Verzicht ein börsentauglicher Lösungsansatz wird.
Während an vielen Stellen noch überlegt wird, wie man neue Kennzahlen, Nachhalitigkeitsrichtlinien und finanzielle Anreize schaffen bzw. abschaffen sollte, könnte jede:r einzelne schon längst die nachhaltigsten Produkte überhaupt wählen – nämlich keine.
Die Stadtreinigung Hamburg bringt es auf den Punkt: der beste Müll ist keiner. Bei der Initiative geht es zwar eigentlich in erster Linie um Mülltrennung und Wertstoffverarbeitung, aber die Kernaussage dahinter ist simpel und schlüssig und tatsächlich auf alle Bereiche anwendbar.
Das soll nun nicht bedeuten, dass wir uns gar nichts mehr gönnen können, es geht dabei vor allem um Bewusstseinsschaffung und bewusstes Genießen statt hemmungslosem Konsum. Jede:r der mal gefastet hat, weiß dass das Essen danach einfach besser schmeckt und man instinktiv mehr Lust auf gesunde Dinge hat. Wer mal Digital Detox gemacht hat, schraubt wahrscheinlich danach automatisch seine Bildschirmzeit herunter, wer mal einen plastikfreien Monat eingelegt hat, kann dadurch dauerhaft den Blick für alternative Produkte schärfen usw.
In der Yogalehre wird die mit bewusstem Verzicht einhergehende Selbstdisziplin übrigens auch mit einem Zustand geistiger Klarheit in Verbindung gebracht (Quelle u.a.: Bhagavad Gita) und genau das ist auch das wundervolle am Green Mindset – er ist gut für Dich und gut für die Natur.
Am besten Du überlegst Dir direkt Mal ein Thema, das Dir am Herzen liegt und startest Deine persönliche Challenge. Versuche es mit Spaß und Leichtigkeit anzugehen und berichte von Deinen Learnings, um möglichst viele Menschen zu inspirieren!
Vernunft ad acta legen
Bei der Y2B Abendveranstaltung im April dieses Jahres hat uns die Zeitgeistforscherin Kirstine Fratz dazu ermuntert unvernünftig zu sein, denn nur wenn wir uns von etablierten Normen distanzieren, können wir so genannte Spirit Maker werden. Das sind die Menschen, die dem Zeitgeist nicht nur hinterherhecheln, sondern ihn aktiv mitgestalten. Also FORMEN statt FOLGEN lautet die Devise, die mögliche Lösungen parat hält. Denn sind wir mal ganz ehrlich, bei aller Hoffnung werden Vertrauen und Verzicht nicht genug sein. Wir brauchen kreative Ideen, passionierte Vorbilder und weltbewegende Neuheiten.
Wir von Y2B beginnen in unserer aktuellen Workshop Serie daher zunächst mit der Potenzialentfaltung, in der Teilnehmende ihre Kreativität voll entfalten können, daraus leiten wir gesunde Routinen ab, die wir nachhaltig in die Arbeit etablieren und die dann die Basis schaffen für eine positive Unternehmenskultur. Denn genau das brauchen wir: bahnbrechende Innovationen, kontinuierliche Umsetzung und Gemeinwohl orientiertes Wachstum.
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Wellbeing Washing schafft keine zukunftsfähigen Arbeitsplätze
Was Green, Pink und Rainbow Washing im PR sind, ist Wellbeing Washing im Employer Branding zu sein. Beim Wellbeing Washing sind sowohl bestehende als auch potenzielle MitarbeiterInnen die Zielgruppe und es geht darum diesen zu vermitteln, dass Mitarbeitergesundheit und -zufriedenheit eine Priorität für das Unternehmen darstellen. Einzelne Maßnahmen werden angeboten und oft wird die Verantwortung damit auf die MitarbeiterInnen abgewälzt. Offiziell soll die Selbstwirksamkeit verbessert werden und wer dann immer noch überlastet oder gar Burnout gefährdet ist, ist unterm Strich eben selbst schuld.
Im Folgenden blicken wir auf unsere Erfahrungen der letzten 7 Jahre zurück und bedienen uns an den über 100 Millionen MitarbeiterInnenbefragungen des Wirtschaftsinstituts Gallup, die in dem Buch „Wellbeing at Work“ zusammengetragen wurden. Dabei unterscheiden wir was aus unserer Sicht Wellbeing Washing ist und was echtes Wellbeing bei der Arbeit schaffen kann. Doch zunächst sollten wir erstmal den Begriff Wellbeing erläutern…
Was ist eigentlich Wellbeing?
Wellbeing besteht aus 5 Elementen:
Career Wellbeing: Spaß bei der täglichen Arbeit
Social Wellbeing: bedeutungsvolle Freundschaften im Leben
Financial Wellbeing: keine finanziellen Sorgen
Physical Wellbeing: Energie im Alltag
Community Wellbeing: Wohlgefühl im häuslichen Umfeld
In über 100 Jahren Forschung zu der Zufriedenheit von Menschen hat Gallup herausgefunden, dass von den 5 oben genannten Elementen Career Wellbeing den größten Einfluss auf das allgemeine Wellbeing hat. Wobei das größtmögliche Wellbeing gleichzusetzen ist mit dem bestmöglichen Leben, dass man/frau sich vorstellen kann.
Also mit anderen Worten, ein glückliches, zufriedenes Leben ist nur möglich, wenn wir Spaß bei der Arbeit haben und genau das sollte auch der Ausgangspunkt für Geschäftsleitung und HR sein.
Es gibt keine One-Fits-All Lösungen
Fragt doch mal eure Mitarbeitenden: „Habt ihr Spaß bei der Arbeit?“ Führungskräfte der alten Schule denken jetzt vielleicht, für Spaß bezahle ich hier doch keinen. Doch zum Glück wissen wir dank dem Psychologen Frederick Herzberg und seiner wissenschaftlichen Arbeit schon seit 1959, dass Geld zwar für Unzufriedenheit bei der Arbeit sorgen kann, jedoch als Motivator untauglich ist. Motivation ist deutlich komplexer und individueller und muss im direkten Austausch mit den Mitarbeitenden ermittelt werden. Ein Bestandteil der notwendigen Konversation sollte neben Karrierezielen und Werten, auch das Wellbeing bei der Arbeit sein, denn nur so kann man sicherstellen, dass mögliche Angebote auch bedarfsorientiert sind.
Mit anderen Worten: Meditationsraum, Tischkicker, Fitness App und Co sind nur dann eine sinnvolle Investition, wenn die Mitarbeitenden die Angebote auch wirklich nutzen. Viel zu oft überlegen sich Personaler und Geschäftsleitung derartige Angebote im stillen Kämmerlein oder Programme werden einfach standortübergreifend übergestülpt. Viel wichtiger wäre es allerdings die Maßnahmen in die Unternehmenskultur einzubinden und gesunde Routinen fest in den Arbeitsalltag zu integrieren, denn nur so kann das Wohlbefinden bei der Arbeit nachhaltig verbessert werden.
Y2B verfolgt einen Co-Creation Ansatz:
wir unterstützen unsere Ansprechpartner:innen bei der Bedarfsanalyse, geben proaktiv Input für die interne Kommunikation und passen unsere Angebote kontinuierlich an, so dass diese optimal an die Arbeitsbedingungen angepasst werden können.
Wellbeing Angebote sind kein Ersatz für Freizeit
In Bezug auf Fehltage sind psychische Erkrankungen nach Muskel-Skelett-Erkrankungen bereits auf Platz zwei (Quelle: Statista). Ein drastischer Anstieg dieser Erkrankungen war bereits vor der Pandemie zu verzeichnen, doch durch Home Office, Home Schooling und fehlende Freizeitangebote ist der Anstieg noch dramatischer geworden. ExpertInnen führen das primär auf die fehlende Trennung zwischen Berufs- und Privatleben zurück.
Das erklärt sicherlich auch warum die GenZ nicht nur die Generation ist, die besonders stark von diesen Erkrankungen betroffen ist, sondern auch die Generation ist, die besonders viel Wert auf Wellbeing bei Arbeitgebenden achtet.
Daher haben wir Ronja Ebeling zu dem Thema Wellbeing Washing befragt. Sie gehört selbst zur Gen Z und ist Autorin „Jung, besorgt, abhängig – eine Generation in der Krise“ und Podcasterin „Podcast Hungry Minds – eine Generation, die fordert“, zu dem Tag sagt sie:
„Unternehmen wollen keine Copy-Paste-Bewerbungen und gleichzeitig tun sie genau dasselbe bei der Ausschreibung offener Stellen. Das Schlimmste? Sie übernehmen Red Flags, die einfach nicht mehr zeitgemäß sind. Dazu gehört auch das Stichwort „familiäres Umfeld“. Ein Unternehmen ist aber keine Ersatzfamilie, auch wenn ein gutes Miteinander natürlich wichtig ist. Gute Arbeitgeber:innen sollten aber in erster Linie eine klare Trennung von Berufs- und Privatleben ermöglichen und die Grundlage, freundschaftliche und familiäre Kontakte außerhalb des Jobs zu pflegen. Eine Familie im Büro? Nein, danke.“
Ein ernstgemeintes Wellbeing Angebot sollte also während der Arbeitszeit stattfinden und das sollte nicht nur so kommuniziert werden, sondern idealerweise auch durch Vorbilder vorgelebt werden. Denn immer wieder beobachten wir, dass Angebote zwar theoretisch existieren, Teilnehmende dann aber doch schief angeguckt werden, wenn sie diese tatsächlich nutzen. Daher ist es besonders wichtig, dass Chefs und Chefinnen auch mal am Yogakurs teilnehmen oder den Ruheraum nutzen, statt abends noch Emails zu schreiben oder die Mittagspause vorm Laptop zu verbringen.
Wellbeing kann man nicht übers Knie brechen
Ähnlich wie bei den oben bereits genannten Fokusthemen Nachhaltigkeit und Diversität ist auch Wellbeing ein Ziel, das KEINE Deadline haben sollte. Vielmehr sollte es ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur werden und dem Bestreben nach ständiger Verbesserung unterliegen.
Also Obacht vor Angeboten, die zu schnelle Erfolge versprechen und mit KPIs (Key Performance Indicator) nur so um sich schmeißen. Bei Kennzahlen zu Fluktuation, Krankheitstagen und Produktivität sind eine Vielzahl von Faktoren ausschlaggebend, diese kann und sollte man nicht auf eine einzelne oder mehrere Wellbeing Maßnahmen reduzieren.
Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass bei den meisten Unternehmen eine Kombination aus gewichtigem Impuls und regelmäßigem Alltagstransfer am besten funktioniert. Ein solcher Impuls kann beispielsweise eine Keynote, eine Workshop Serie oder ein Event sein. Ein regelmäßiges Angebot sollte idealerweise mindestens wöchentlich stattfinden und möglichst viele Mitarbeitende erreichen. Das regelmäßige Angebot sollte zudem möglichst niedrigschwellig sein, so dass die Teilnehmenden einzelne Übungen bedarfsorientiert in ihren Alltag integrieren können. Wie kurz und simpel das sein kann zeigt Y2B Trainerin Jennifer Mustermann in diesem Video Nackenübung:
Nackenübung mit Jenne
Erst nach einigen Jahren (!) konsequenter Praxis (alleine und in Teams) verändert sich wirklich das Mindset der Teilnehmenden. Die Angebote werden so zu einem festen Bestandteil der Unternehmenskultur und wirken sich dann auch nachweislich positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit und -loyalität aus.
DON’T fake it till you make it
Arbeitgebende und Mitarbeitende sollten sich gemeinsam auf eine Reise für mehr Wohlbefinden bei der Arbeit geben. Diese Reise sollte von Vertrauen und einer wachstumsorientierten Lernkultur geprägt sein. Wellbeing Angebote, die nur gut auf der Website oder in Stellenausschreibungen aussehen, werden Unternehmen nicht dabei helfen Herausforderungen wie Fachkräftemangel, innere Kündigungen und hohe Fehlzeiten in den Griff zu kriegen. Und Unternehmen, die sich auf Konferenzen und Social Media für vermeidlichen Wellbeing Fokus feiern, während die Mitarbeitenden darüber nur mit den Augen rollen können, werden hoffentlich bald feststellen, dass die erwünschte Transformation nicht an der Ausrichtung, sondern an der fehlenden Konsequenz in der Umsetzung scheitert.
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Wellbeing bei der Arbeit?
Wie wichtig ist unser Körper, wenn wir mit dem Kopf arbeiten?
In Hollywood Produktionen wird uns gerne der durchtrainierte Manager, die drahtige Karrierefrau oder das sportliche Nachwuchstalent gezeigt. In einer großangelegten Studie in Deutschland wurde sogar untersucht, inwiefern der BMI (Body Mass Index) Einfluss auf unser Gehalt und unsere Zufriedenheit nimmt. Herauskam, dass eine Korrelation nur bei Frauen eindeutig erkennbar ist. So werden übergewichtige Frauen besonders schlecht bezahlt und untergewichtige Frauen sind besonders unzufrieden. Eine weitere Studie kam zu dem Entschluss, dass fit aussehende Menschen mehr Willensstärke, Autorität und Vertrauen ausstrahlen.
Wenn man die Äußerlichkeiten mal außen vorlässt, dann ist die körperliche Fitness auch gerne ein Tool im Selbstoptimierungswahn, denn sie verspricht mehr Leistungsfähigkeit. Studien an einer Schule in Texas haben tatsächlich gezeigt, dass es bei den Schülern einen positiven Zusammenhang zwischen körperlicher Fitness und der Leistungen im Fach Mathematik gibt. Die WirtschaftsWoche behauptet sogar: Sport verhilft zu mehr Erfolg im Beruf.
Scheinbar wird hier allerdings eher das Bild des rastlosen Workaholics aufgezeigt, der neben seiner 80 Stunden Woche morgens joggen geht und abends Gewichte stemmt oder die ambitionierte Karrieristin, die im Kostüm und Stilettos mit ihrem Green Smoothie unterwegs zum Power Yoga ist. In Business Zeitschriften mangelt es außerdem nicht an Auflistungen zur richtigen Körperhaltung und Gesten, die dafür sorgen sollen, dass wir besonders charismatisch rüberkommen.
Doch welche Bedeutung können körperliche Übungen für das Wohlbefinden, der breiten Masse bedeuten? Wie kann man neben potenziellen Arbeits- und Freizeitstress sicherstellen, dass man körperlich fit bleibt? Und wie kann unser Körper unsere Persönlichkeit authentisch unterstützen?
Schweinehund austricksen statt überwinden
Auch wenn die meisten Menschen sich gerne zum Ziel setzen, zur oben skizzierten Elite gehören zu können, scheitert es dann in der Umsetzung häufig am allseits bekannten Schweinehund. So hat die WHO in einer Studie von 2012 – 2018 festgestellt, dass in den Alltag integrierte Routinen im Kampf gegen Bewegungsmangel ausschlaggebender sind als Sport.
Also lieber mit dem Fahrrad zur Arbeit, Treppensteigen oder das nächste 1:1 Meeting zum Walk & Talk machen, als eine teure Mitgliedschaft im Fitness Studio abschließen, die man wohlmöglich doch nicht nutzt. Tipps für weitere Mini-Routinen, die oft nur wenige Minuten in Anspruch nehmen, findet Ihr übrigens auch auf unserer Y2B LinkedIn Seite im Rahmen des wöchentlich erscheinenden Workflow Wednesdays.
Zusammen und regelmäßig
WW / WeightWatchers und die anonymen Alkoholiker haben es vorgemacht und eine Studie aus dem Jahr 2018 bestätigt, dass der Peer Effekt – also die gegenseitige Motivation, entscheidend ist, bei der Etablierung von gesunden Routinen.
In dem 2022 erschienen Buch „Wellbeing at Work“ belegt das Wirtschaftsforschungsinstitut Gallup außerdem, dass das Wohlbefinden bei der Arbeit nur durch regelmäßig stattfindende Maßnahmen verbessert werden kann. Der in vielen Unternehmen beliebte Gesundheitstag kann also bestenfalls den Ball ins Rollen bringen oder Aufklärungsarbeit leisten. Wirklich verändern wird sich dadurch allerdings vermutlich wenig.
Körperwahrnehmung statt Außenwirkung trainieren
In Manager Magazinen liest man oft von Tipps und Tricks zu selbstbewusstem Auftreten oder vermeidlich vertrauenserweckenden Gesten. Im Ergebnis werden diese dann einstudiert, um so einen bestimmten Status zu vermitteln. Das wirkt oft aufgesetzt und fühlt sich wahrscheinlich auch nicht natürlich an.
Statt den Körper für Fassaden zu instrumentalisieren, sollten Manager und auch alle anderen Menschen lernen ihren Körper bewusst wahrzunehmen. Dadurch wird nämlich nicht nur das Auftreten authentischer, kraftvoller und sympathischer, sondern erste Warnsignale, Unbehagen und Verspannungen werden schneller erkannt und können aktiv angegangen werden.
Schmerzen vorbeugen statt bekämpfen
Leider nehmen die meisten ihren Körper erst dann so richtig wahr, wenn er bereits für Schmerzen sorgt. Wer proaktiv an der Körperwahrnehmung arbeitet, kann Spannungen in den Anfängen spüren und so bewusst gegensteuern, bevor Verspannungen oder sogar Schmerzen entstehen.
Nur mit der Körperwahrnehmung ist es dann natürlich noch nicht getan. Um den Körper vor Verspannungen und Schmerzen zu schützen, müssen wir ihn mit einem gesunden Mix aus Herz-Kreislauf-Training und Übungen für Muskelaufbau, -erhalt und Beweglichkeit versorgen. Diesen Mix haben wir bei unseren Businessyoga Kursen immer im Blick, denn mit unseren Kursen möchten wir den Teilnehmenden vor allem dabei helfen gesund und munter durch den Arbeitsalltag zu flowen, positiver Team Spirit und mehr Gelassenheit im Alltag sind dabei oft ein gern gesehener Bonus.
Ihr wollt mehr über unsere Businessyoga Angebote erfahren oder direkt eine unverbindliche Probestunde vereinbaren?
Gesundheit als Unternehmensaufgabe – für mehr Erfolg, Innovation und glückliche Teams
Überall sprechen wir von der „neuen Arbeitswelt“ – dabei haben wir oft flexible Arbeitszeiten, flache Hierarchien, coole Office Spaces und diverse Teams im Kopf. Und das ist super. Trotzdem vergessen wir darüber manchmal die Basis, die wir brauchen, um überhaupt unsere Arbeit auszuführen: unsere Gesundheit.
„Ist das nicht Privatsache?“, mögen sich jetzt manche Menschen fragen. Nicht ganz, schließlich verbringen viele von uns jeden Tag gute acht Stunden bei der Arbeit, egal ob im Homeoffice, im Büro, in Ämtern oder Produktionsstätten. Die Voraussetzungen sind überall und von Tag zu Tag anders, unseren Körper und Geist bringen wir aber immer mit: ins nächste Meeting, ins Gespräch mit Kund*innen und zum Dinner oder auf die Couch nach Feierabend. Nicht selten klagen Menschen regelmäßig über Rückenschmerzen, Kopfweh, Augenprobleme, ständige Müdigkeit oder Verdauungsprobleme. Und nein, das ist nicht der „Normalzustand“, auch wenn so viele von uns betroffen sind. Umso wichtiger, etwas zu verändern!
Wir können Gesundheit und Arbeit nicht trennen, ebenso wenig wie wir unser mentales und physisches Wohlbefinden voneinander lösen können. Sollten sich also Unternehmen um ein moderneres, vielseitiges Gesundheitsmanagement für die Mitarbeitenden kümmern? Ja! Und das hat mehrere Gründe:
Weniger Kranktage
Gut fünfzehn Tage war jede*r Arbeitnehmende in 2023 offiziell krank (+4 seit 2021) – in der Realität wissen wir, dass viele Menschen jedoch auch hustend und schniefend vor dem Computer sitzen, dabei aber meist wenig produktiv sind und die Krankheit sich ohne Pause länger hinzieht. Auch bei mentaler Überbelastung und selbst bei Burnout-Symptomen melden sich viele noch nicht krank – bis zum kompletten Zusammenbruch, der eine lange Genesung nach sich zieht. Vor allem psychische Erkrankungen haben in den letzten Jahren zugenommen: Depressionen und Angststörungen sind in Deutschland um 17% gestiegen, besonders jüngere Menschen sind betroffen – also genau die, auf denen die Arbeitslast der Zukunft liegt.
Und während es auf den einen Seite wichtig ist, Krankmeldungen zu enttabuisieren, so wäre es doch noch besser, wenn Menschen weniger krank werden, oder? Gerade in Bezug auf Rückenprobleme, Stressmanagement und mentaler Belastung können Unternehmen proaktiv eingreifen und zur Vorsorge beitragen. Langfristig spart das bares Geld, weil die Mitarbeitenden einfach weniger krank sind.
Mehr Innovation und Eigeninitiative
Gesunde Mitarbeitende machen Organisationen erfolgreicher. Wer sich wohl und gesund fühlt, ist kreativer, innovativer, ergreift viel häufiger die Eigeninitiative und geht gern über die eigenen Grenzen hinaus, statt nur lethargisch im 8-5-Uhr-Modus festzuhängen.
Und diese Motivation steckt an: Gesundheitsmanagement kann also das Arbeitsklima für ganze Teams verbessern und hat damit direkten Einfluss auf die Firmenkultur. Gemeinsame Achtsamkeits-Übungen im Team stärken nicht nur die Einzelnen, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl.
Employer Branding
Wir leben in Zeiten, in denen in vielen Branchen Fachkräftemangel und damit ein großes Werben um Talente an der Tagesordnung ist. Doch gerade die Generation Z lässt sich nicht mehr nur mit einem guten Gehalt umschmeicheln. Laut der Studie „Junge Deutsche“ von 2019 ist Gesundheit der wichtigste Wert für Gen Y und Z – hier liegt großes Potenzial für Unternehmen, in ihrem Employer Branding die richtigen Weichen zu stellen.
Menschen wollen gezielt etwas für ihre Gesundheit tun – durch die Pandemie wurde das Bewusstsein noch geschärft – und sie erwarten in Zeiten von New-Work-Konzepten, dass der Arbeitgeber sie dabei unterstützt. Denn Arbeitszeit ist Lebenszeit: Warum also nicht Programme anbieten, bei denen die Mittagspause (oder noch besser die Arbeitszeit) dafür genutzt werden kann, die mentale und körperliche Gesundheit zu fördern.
Betriebliche Gesundheitsvorsorge – Schritt für Schritt
Was also können Unternehmen jetzt tun, um ein Angebot zu schaffen, das inklusiv, niedrigschwellig und trotzdem wirkungsvoll und spannend für die Mitarbeitenden ist? Vor allem regelmäßige Gesundheitskurse, die abwechslungsreich sind und Spaß machen, tragen dazu bei, dass Mitarbeitende aktiv werden – und es auch bleiben. Darauf gilt es bei der Auswahl zu achten:
Online UND remote anbieten:
Ein Hybrid-Angebot oder ein Mix aus Online- und Vor-Ort-Kursen macht absolut Sinn, denn die Arbeitswelt wird immer flexibler und mehr Menschen arbeiten im Homeoffice. Um eine Regelmäßigkeit garantieren zu können (die für eine nachhaltige Wirkung wichtig ist) braucht es darum Programme, die auch online stattfinden. Für Bindung, Gruppengefühl und Verbindlichkeit sind aber ebenso Präsenzangebote notwendig. Außerdem sollten Unternehmen darauf achten, Formate zu etablieren, die sich gut (und regelmäßig) in den Arbeitsalltag einbringen lassen: nicht zu lang, praxisnah, zugänglich in Tonalität und Sprache und gut umsetzbar (etwa in Sachen Räumlichkeiten und Equipment). Sprich: Die Zielgruppe für Gesundheitskurse sollte immer im Auge behalten und gern vorab zu den Bedürfnissen befragt werden.
Praxisnahe Übungen
Gesundheit ist ein komplexes Thema: Jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse und Voraussetzungen. Dementsprechend eigenen sich niedrigschwellige Programme, die nicht abschrecken (etwa durch die Voraussetzung von hoher Sportlichkeit) und dessen Elemente einfach umsetzbar sind, auch wenn remote unterrichtet wird. Alle Übungen sollten einfach umzusetzen sein und schnell eine positive Wirkung zeigen, damit die Motivation angekurbelt wird und Mitarbeitende vielleicht sogar in ihrem Team von persönlichen Erfolgen berichten.
Körper UND Geist trainieren
Gerade für Menschen, die viel am Schreibtisch arbeiten, ist regelmäßige Bewegung im Arbeitsalltag wichtig, um Verspannungen und Schmerzen vorzubeugen. Im besten Fall sind die Übungen aber so unkompliziert, dass sie sogar ohne Sportzeug und auch für Menschen, die nicht regelmäßig Sport treiben (oder körperliche Einschränkungen haben), gut auszuführen sind. Darüber hinaus wird es immer wichtiger, der mentalen Gesundheit genügend Aufmerksamkeit zu schenken – etwa durch kurze Meditationen, Atemübungen und Hilfestellungen für den Alltag. Gesundheitsprogramme, die Training von Körper und Geist verbinden, haben langfristige und ganzheitliche Wirkung und unterstützen die Mitarbeitenden in unterschiedlichsten Situationen im Alltag.
Unterstützung holen
Niemand erwartet von Unternehmen oder HR-Abteilungen Gesundheitsprogramme selber umzusetzen – sie sollten lediglich mit gutem Beispiel voran gehen. Gerade Führungskräfte, die einen gesunden Lifestyle im Arbeitskontext vorleben, haben großen Einfluss auf ihre Teams. Erst recht, wenn sie gesunde Routinen – wie einen bewussten Check-in zu Beginn eines Meetings – etablieren, können sich ganze Organisationskulturen verändern. Doch auch Chef*innen brauchen dafür Unterstützung, da häufig die Expertise (noch) fehlt. Kurse wie von Y2B helfen Unternehmen dabei, ihren Mitarbeitenden mehr Bewusstsein für die eigene Gesundheit, Achtsamkeit und neue Routinen mit auf den Weg zu geben – eine Investition in gesunde Menschen innerhalb der eigenen Organisation.
Mit diesem einfachen Sonnengruß werden Körper und Geist zu Beginn jeder Session von Y2B in Balance gebracht.
Besonders wichtig wie bei so vielen Dingen im Leben: Erstmal anfangen!
Viel Spaß mit dieser einfachen Check-in-Übung.
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Wohin führt uns der aktuelle Zeitgeist im Job?
Mein Team und ich, wir hatten Sehnsucht – nach Begegnung, Networking, einfach mal wieder zusammen sein und sich gegenseitig inspirieren. Und was soll ich sagen: Genau das ist uns mit dem Get Together im Brand Eins Freiraum diese Woche gelungen.
„Ich wollte eigentlich gar nicht kommen, weil ich morgen Früh zu einem Team Event fahre“, erzählte Sybille Habersack, Head of Tax Management bei Union Investment, am Ende des Abends und lacht dabei. „Jetzt bin ich total froh, dass ich es doch gemacht habe. Ich fühle mich so energiegeladen und inspiriert.“
So wie Sybille ging es im Anschluss auch allen anderen Teilnehmenden, die am Dienstag zu unserem ersten Event seit langem gekommen waren. Kunden und solche, die es hoffentlich bald werden, Kreative und Führungskräfte unterschiedlichster Branchen waren unserer Einladung von Y2B gefolgt. Und sie alle brachten einen hungrigen Geist und ein offenes Herz mit. Genau das Richtige, wenn frau und man die Arbeitswelt nachhaltig zum Besseren verändern möchte.
Ein gemeinsamer Büro-Flow leitete den Abend ein
Da alle Anwesenden einen vollen Arbeitstag hinter sich hatten, begannen wir mit dem Wichtigsten: Bewusstes, tiefes Atmen, sich selbst spüren, wahrnehmen. Atmen fällt wie Yoga und regelmäßige Bewegung unter den Bereich „gesunde Routinen“ und damit in die zweite von insgesamt drei Säulen, auf denen unsere Philosophie bei Y2B aufbaut. Gemeinschaft und Potenzialentfaltung sind die anderen beiden. Das braucht es meiner Meinung nach, um am Arbeitsplatz glücklich zu sein.
Ob diese Werte genau so gelten würden, wenn ich mein Unternehmen nicht vor sechs Jahren, sondern vor sechzig gegründet hätte? Sehr wahrscheinlich nicht. Warum das so ist, das erklärte Kirstine Fratz‘ Vortrag zum Thema „Zeitgeist at work“ wunderbar verständlich und visuell ansprechend. Denn im Grunde ist die Arbeitswelt wie fast alle Bereiche unseres Lebens ein anpassungsfähiges System. Und das sind gute Nachrichten, denn nur so entwickeln wir uns gesellschaftlich weiter.
Also bitte weg vom „früher hätte es das nicht gegeben“ hin zu „wie schön, dass Veränderung möglich ist“.
Zeitgeist bedeutet, gebaute Systeme müssen sich erneuern
Zumindest dann, wenn wir uns dem „hervorbringenden Zeitgeist“ öffnen, wie Kirstine in ihrem hochspannenden Vortrag erklärte. Denn im Gegensatz zum „herrschenden Zeitgeist“ – also dem, was in der Mehrheitsgesellschaft zu einem spezifischen Zeitpunkt als üblich gilt – birgt der hervorbringende Zeitgeist die Chance zur Potenzialentfaltung. Womit wir wieder bei den Grundpfeilern unserer Arbeit bei Y2B sind.
Es geht eben nicht nur um ein bisschen Business Yoga eingequetscht zwischen zwei Meetings. Es geht darum, Raum zu geben für den Menschen im System Arbeitswelt. Ich bin wirklich mehr als erfreut darüber, dass immer mehr Unternehmen sich dem öffnen. Natürlich nicht nur, weil wir dadurch Kunden gewinnen, sondern weil es zeigt, dass sich der Zeitgeist ändert. Und das, meiner Meinung nach, eindeutig zum Positiven.
Employer Branding muss auch nach innen wirken
Dass in Sachen neue Arbeitswelt noch so einiges geht – oder auch, wie umfangreich so ein Systemwandel ist, zeigte sich in den anschließenden Gesprächsrunden. Marcus Merheim, Gründer von Hooman Employer Branding, sieht das in seiner täglichen Arbeit. Er berät Unternehmen, wie sie ihre Marke als Arbeitgeber stärken können.
„Viele kommunizieren ihre Werte, sobald sie sich derer bewusst sind, sofort nach außen, um Mitarbeitende zu werben. Dabei vergessen Unternehmen, dass es eigentlich viel wichtiger ist, diese nach innen zu kommunizieren“, so der Berater über seine Erfahrung.
Yoga eröffnet Raum für neues Denken
Wie viel es ausmacht, wenn das Thema mentale Gesundheit am Arbeitsplatz nicht ignoriert wird, erzählte Eva-Maria Herderich aus eigener Erfahrung. Sie arbeitet als Marketingreferentin bei Compositiv, einem Hamburger IT-Dienstleister, der schon seit Jahren einer unserer Kunden ist. „Das Business Yoga gibt uns den Raum, um zu spüren, was jeder gerade braucht. Einen Schritt zurückzutreten, um dann wieder neue Ideen zu haben, neue Lösungen zu finden“, sagte sie mir.
So etwas aus der Praxis face to face zu hören, macht mich dankbar und froh und bestärkt mich in meiner Arbeit mit Y2B. Es hat mich auch unfassbar froh gemacht zu sehen, wie eigentlich fremde Menschen sich an diesem Abend so offen austauschten, wie sie sich ein Arbeitsumfeld künftig vorstellen.
Was ist unsere Sehnsucht?
Der beste Gradmesser, wohin der oft als diffus empfundene und schwer beschreibbare Zeitgeist führt, ist übrigens laut Kirstines Vortrag eine ganz überraschende Frage, die sich jede bzw. jeder von uns stellen kann: „Was ist meine Sehnsucht?“ Nicht denken, sondern fühlen ist hier die Devise. Wie schön, dass genau das zu diesem Networking Abend bei Y2B geführt hat – die Sehnsucht nach Kontakt und Inspiration. Um die Frage vom Titel nochmal aufzugreifen, wohin uns der aktuelle Zeitgeist führt: Ich hoffe, in eine nachhaltig gesunde Arbeitswelt, die die Menschen zufrieden macht.